Wieder in Panama!

 

 

Noch am selben Tag fuhren wir mit einem Taxi in die Panamarin,  klarierten unser Schiff, verstauten alles provisorisch und nach 2 Stunden legten wir ab und segelten zu den San Blas Inseln.

Hier trafen  wir einige unserer Segelfreunde wieder und es gab viel zu erzählen.  Wunderschöne Wochen verlebten wir in den San Blas, aber auch Arbeiten am Schiff mussten getan werden: Membrane des Watermakers auswechseln, Lichtmaschine in Panama- City reparieren lassen, Wasserpumpe reinigen, usw.

                                         

 Trockendock       Baloo beim Schleusen    Cangrejos

                                              

Elisabeth als Linehandler    Elisabeth in der Schleuse    Frische Fische       Gerhard als Linehandler

 

Mitte November brachen wir auf und bewegten uns Richtung Westen. Unserem Zeitplan gemäß sollten wir Ende November in Colon  sein, denn hier musste man sich für den Transit durch den Panamakanal anmelden. Doch steter starker Westwind durchkreuzte unsere Pläne und so hieß es warten. Erst am 30. November  kamen wir in Colon an und ankerten nicht weit von der Einfahrt zum „großen“ Kanal. Riesige Frachter „schlichen“ Tag und Nacht an uns vorbei und wir hatten viel zu staunen.

In Colon wurde unser Baloo an Land geholt , denn das Unterwasserschiff musste neu überarbeitet und der Rumpf poliert werden. Also hieß es schwitzen. Nach 4 Tagen war alles erledigt und unser Schiff glänzte wieder.

                                                           

Hängengebliebener Weltumsegler   Häusl-San Blas                Konzentration vor der Schleuse

                             

Krokodil                Navigationsfehler

               

Nun meldeten wir uns bei der Kanalbehörde an und unser Schiff wurde vermessen. Unser Transit sollte am 18. Dezember sein. Wir besorgten 4 Leinen, a. 40m, 8 Autoreifen, und fragten 3 Segelfreunde ob sie uns als Linehandler helfen wollten.

Pünktlich, um 16,30 Uhr stieg ein Advicer , er hieß Edwin, am Sonntag, dem18. Dezember auf unser Schiff und wir nahmen Kurs auf die Einfahrt in den Panamakanal. Da viel Schiffsverkehr im Kanal war, mussten wir ziemlich lange warten, bis wir zusammen mit einem großen Frachter und einem Motorboot in die erste Schleuse einfahren konnten. Unsere Linehandler mussten sehr konzentriert agieren, denn beim Einströmen des Wassers in die Schleusen gab es immer wieder starke Turbulenzen. Um 20 Uhr verließen wir dann die letzte Schleuse und  Edwin dirigierte unseren Skipper Gerhard zu einer großen Boje im Gatun – See. Hier machten wir unsere Leinen fest und nachdem die Anspannung vorbei war, verbrachten wir einen schönen Abend. Wir stärkten uns bei Sauerkraut mit Bratwürsteln und tranken dazu Bier, Balboa – Bier (made in Panama).

                                                

Schiffsvermesser  San Blas              San Blas               Party                    Waschtag

Zeitig in der Früh saßen wir schon an Deck und genossen die herrliche Morgenstimmung. Die Brüllaffen stimmten ihren „Morgengesang“ an, und wir glaubten es erst nicht, aber ein ca. 2,5 Meter langes Krokodil schwamm gemächlich an unserem Schiff vorbei. Das war eine Aufregung! Doch dann hieß es wieder arbeiten. Pünktlich um 6 Uhr war Edwin  da und sofort ging es los. 29 NM bis zur ersten Mirafloresschleuse lagen vor uns -- und um 10 Uhr waren wir vor der ersten Schleuse. Auf dem Weg dahin begegneten uns einige mächtige Tanker, Frachter und  Kreuzfahrtsschiffe.

Das „Hinunterschleusen „in den Pazifik war für unsere Linehandler Rudolf, Monika, Jörg und für mich eine einfache Sache. Hier mussten wir die Leinen nur ganz langsam immer wieder nachlassen, bis sich die Schleusen öffneten. Und um 11,15 Uhr Panamazeit war es dann so weit. Das letzte Schleusentor öffnete sich und unser Schiff glitt hinaus in den Pazifik.

 

Panamacanal Transit                                    Vor uns, der Pazifik