Tuamotus – 78 flache Korallenatolle

 

 

 

 

 

Am nächsten Spätnachmittag kam  der Wind, der  vorhergesagt  war. Wir setzten Segel und fuhren  mit 10 Kn Ostwind  in die Nacht hinein. Unser Kurs war 230 Grad und unser Ziel hieß TUAMOTUS. Wir kamen gut voran, da der Wind im Laufe der Nacht etwas zulegte  und wir sogar ein Reff einbinden mussten.

Etmale von 150Nm und 140Nm  ließen die Segeldistanz rasch schrumpfen.

Zweimal pro Tag standen wir in Funkkontakt mit „Tortilla Flat“ und „Nathape“, die inzwischen auch Kurs auf die TOAMOTUS genommen hatten.  Von Mittwoch auf Donnerstag  mussten wir jedoch „bremsen“, da  die Einfahrt in das MAKEMO – Atoll  um ca. 9 Uhr 15 Ortszeit  am günstigsten war. Zu dieser Zeit war „Stillwasser“, eine kurze Pause zwischen Ebbe und Flut, und da herrscht die geringste Strömung . Die Strömung kann hier  bis zu 9 Kn haben,

  das  wäre natürlich zu viel. Aber unser Timing passte und zusammen mit Tortilla Flat und Nathape, die inzwischen zu uns aufgeschlossen hatten, fuhren wir mit Motorunterstützung problemlos durch die Einfahrt von MAKEMO.

Vor dem Ort Pouhevi fielen unsere Anker und kurz darauf  schnorchelten wir bereits im glasklaren Wasser zwischen bunten Korallenköpfen.  Wir kamen uns vor wie in einem überfüllten Aquarium. Hier gab es alles, was sich ein Taucher oder Schnorchler nur wünschen konnte: Papageienfische,  große Zackenbarsche, Muränen, Rochen, Schildkröten, Drückerfische, Gaukler, Trompetenfische, Mördermuscheln -- und Riffhaie. Zehn Tage verbrachten wir in diesem Atoll, wir konnten uns nicht genug schauen. Unsere Harpunen ließen wir jedoch immer an Bord, da in diesen Atollen die Gefahr besteht, dass die Fische mit Ciguatera verseucht sind; ein Gift, das  beim Menschen Lähmungserscheinungen, große Schmerzen, Übelkeit , Erbrechen und Durchfall verursacht und sehr lange im Körper bleibt. Erst nach 10 Tagen zogen wir weiter.

Im KAUEHI-Atoll besuchten wir die Perlenfarm von Jean-Paul. Für uns etwas Einmaliges! Jean-Paul erklärte uns, dass es sehr lange dauert  und  man mit viel Gefühl und Ausdauer bei der Sache sein muss, bis man so eine große, schwarze Perle in der Hand hat. Diese schwarzen Perlen sind besonders begehrt.

Ende Mai ging es bei gutem Wind 38Nm weiter in das  FAKARAWA-Atoll.  Hier gab es  2 kleine Lebensmittelgeschäfte und  wir konnten unsere Vorräte etwas aufstocken. Doch mussten wir genau selektieren, da hier in Französisch Polynesien alles sehr teuer ist. Eine kleine Dose Bier z.B kostet 2,5 Dollar oder für 2 normal große Gurken verlangt man 8 Dollar, usw. Und doch gefiel es uns hier auch wieder gut; die Menschen waren sehr freundlich, grüßten aus den Autos heraus oder sprachen uns selbstverständlich an, und erklärten und zeigten uns Dinge, die für uns eventuell interessant sein konnten. Zweimal pro Woche kam ein großes Versorgungsschiff nach FAKARAWA und brachte Lebensmittel, Diesel, Baumaterialien oder eben alles, was die Einheimischen bestellt hatten. Während Tortilla Flat und Nathape dann zur Nachbarinsel TOAU motorten, liebäugelten wir bereits mit TAHITI. Wir warteten nur mehr auf den richtigen Wind.

 

 

                       

Fakarava            Schöne Aussicht         Tuamotus            Landausflug

 

                       

                                 Kirche Fakarva      Hauptstrasse    ->      Fakarva

 

                       

     Fakarva                        Einsiedlerkrebs              Einfahrtspaß nach Makemo

 

               

    Ausguck           Südseemädels       da zieht sogar Elisabeth die Flossen an