Tahiti - Samoa

 

 

Wieder „zuhause“ auf Baloo!

 

Nach einer Woche war Baloo reisefertig für die nächsten 3500 Seemeilen nach Australien. Das Unterwasserschiff war mit neuem Antifouling bestrichen, der Rumpf poliert und kleinere Reparaturen (neues Kühlaggregat, Windmessanlage, WC- Pumpe, neue Klampe) gemacht.

Ende März motorten wir nach Papeete. Hier warteten wir auf Freunde aus Österreich. Kaum waren sie in Papeete gelandet, gingen wir Anker auf und segelten bei schönem Ostwind zur Nachbarinsel Moorea. Unsere Freunde Edda und Franz fuhren mit der Fähre hinüber. Schon am nächsten Tag mieteten wir ein Auto und erkundeten gemeinsam die Insel.

Da die Wettervorhersage für die kommenden Tage gut war, verließen wir einen Tag früher als geplant die schöne Insel Moorea und segelten ab nach Bora Bora. Unsere Freunde folgten uns per Flugzeug.

Mit 14 Knoten Wind aus Ost und besegelt mit Groß und Fock, kamen wir gut voran. Nach 27 Stunden fiel unser Anker in der Lagune von Bora Bora, vor dem Hotel Bora Bora. Gemeinsam mit Edda und Franz erkundeten wir die Insel per Leihwagen.

Schön langsam hieß es für uns Abschied von Französisch Polynesien zu nehmen, denn man darf, ohne Steuern zu zahlen, nur ein Jahr bleiben. Wenn man länger bleiben möchte, wird eine 30% Steuer für das Schiff fällig. Schweren Herzens  machten wir uns  reisefertig und dachten an die vielen interessanten Menschen und die tollen Erlebnisse zurück, die wir hier erleben durften.

Eine Woche später, Edda und Franz arbeiteten wieder zuhause, gingen wir zusammen mit zwei anderen Booten, Nathape und Chiquita, Anker auf und segelten nach Westen.  Unser Ziel hieß Suwarrow, ein zu den nördlichen Cookinseln gehörendes Atoll.

Anfangs hatten wir gute Segelbedingungen, doch 30 Stunden Später gingen immer wieder Sturmböen und Regenschauer über uns hinweg und danach war meistens für Stunden kein Wind; wir befanden uns nämlich in der südpazifischen Konvergenzzone. So ging es 7 Tage dahin, bis in Suwarrow der Anker fiel. Für die heurige Saison waren wir das fünfte Boot im Atoll. Noch am selben Tag meldeten wir uns bei John, dem Parkranger und brachten Geschenke für seine vier Buben mit. In der zyklonfreien Zeit, von April bis November, lebt die Familie auf Suwarrow, ansonsten auf Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Inseln. In Suwarrow gibt es unwahrscheinlich viele Haie jeder Größe. Schon am nächsten Tag   fuhren wir mit John zum Fischen in den Einfahrtspass und nach einer halben  Stunde hatten wir 9 Rainbowrunner im Boot und das Abendessen für alle, das für Johns Familie und auch das für uns Segler, war gesichert.

Wieder bestimmte der Wetterbericht unsere Abreise. Ende Mai motorten wir aus der Lagune, setzten Segel und bei 12 Knoten Ostwind ging es mit 5 Knoten Fahrt dahin. Schon am zweiten Segeltag gingen wieder einige heftige Sturmböen mit bis zu 45 Knoten über uns hinweg. Der Wind war aber insgesamt nicht schlecht und wir erreichten nach 3 Tagen und 20 Stunden Apia, die Hauptstadt von Samoa.

Es war der erste Juni und in der Stadt wurde der 45. Unabhängigkeitstag gefeiert; uns bot sich eine wunderschöne Kulisse.

Am dritten Juni wurde es dann amtlich: Zuerst kamen zwei junge Damen von der Gesundheitsbehörde an Bord. Da wir keine Tiere an Bord hatten, verließen sie uns bald wieder. Als nächste beehrte uns eine sehr beleibte junge Zollbeamtin und wir mussten einige Formulare ausfüllen. Die nächste Behörde war die Emigration und unsere Pässe wurden gestempelt. Weiters kam ein junger Mann von der Quarantäne an Bord, fragte dies und das, lobte das hier auf Samoa gebraute Bier und trank auch drei Dosen davon. So, nun waren wir offiziell auf Samoa und durften legal an Land gehen. Am Ankunftstag taten wir dies nämlich illegal und prompt erwischte uns der strenge Hafenkapitän. Ich erklärte ihm, dass alle Samoaner zum Fest so schön gekleidet seien und wir das gerne fotografieren wollten. Dies schmeichelte ihm und er meinte: „Na ja, dann geht halt!“

Samoa war vor dem ersten Weltkrieg eine Deutsche Kolonie und kam später unter Neuseeländische Verwaltung. Seit 1962 ist es unabhängig, hat aber immer noch eine starke Bindung zu Neuseeland.

Der Schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson (Die Schatzinsel) lebte und starb hier und war vom Scharm und der Kultur der Samoaner, so wie wir auch, sehr angetan.

Jeden Morgen, während der Flaggenzeremonie, spielt die Polizeikapelle einen Marsch und der gesamte Verkehr steht still.

 Zusammen mit Segelfreunden mieteten wir ein Auto und fuhren kreuz und quer durch die grüne Tropeninsel. Außerhalb von Apia leben die Bewohner vorwiegend in offenen Häusern und betreiben kleine Landwirtschaften. Beeindruckt waren wir von den unglaublich vielen, großen Kirchen überall auf der Insel. Allein an der Uferpromenade von Apia stehen 10 davon, Kirchen, verschiedenster Glaubensrichtungen. Sogar einen   Baha´i Tempel gibt es auf der Insel.

Bis Ende Juni wollen wir auf Samoa bleiben und dann nach Fiji weitersegeln.

                                       

SY-Nathape         SY-Baloo              Bora Bora            Durstlöscher         Elis u. Edda-Moorea

                               

Funk-Suwarrow    HPs-Geb.              "Hunderl"            James vs Marlin    Johs Söhne

                               

Kavatrinker          Kokosnusskrabbe  Markt-Samoa        Moorea                 Mutter u. Tochter

                               

Österr.Schiff      Pol.Musik              Polizist                Rainbowrunner      Reisefertig

                               

Samoa                  Kirchenneubau      Samoa-Mäderl      Samoa                  Samoa

           

Schwarzspitzenhai   Fischverkäuferin-Samoa