Marquesas, das Tor zur Südsee!

 

 

Nach einem „almuerzo“ (Mittagessen) auf der Insel San Crystobal, zusammen mit unseren lieben Freunden Harry und Heidi und Mike und Bryan verließen wir  am frühen Nachmittag die Inselgruppe Galapagos. Uns voraus segelten Georg und Susanne auf ihrem Boot“ Tortilla Flat“.

Vollgebunkert mit Lebensmitteln bis obenhin und gut gelaunt machten wir uns auf den Weg zu den MARQUESAS. Leichte Winde und strahlendes Wetter begleiteten uns in den Abend hinein. 3027Nm (5606Km) lagen vor uns und wir hofften, diese Distanz in 25-30 Tagen bewältigen zu  können. Laut Wettervorhersage  wussten wir, dass wir, um in den Passat zu kommen, bis 5 Grad Süd gehen mussten. Es kam jedoch besser, denn bereits ab 3 Grad Süd hatten wir beinahe ständig  5-10Kn. Südost  und  konnten somit mit Kurs Halber Wind dahin gleiten.  Unangenehm wurde es nur, wenn „squalls“ (kurze, kräftige Regenschauer) über uns hinwegzogen, der Wind dabei sehr auffrischte und unangenehme Wellen entstanden. Doch dies traf nicht allzu oft zu, meistens wehte der Südostpassat stetig und je südlicher wir kamen, umso stärker blies er in unsere beidseitig ausgebaumten Focks. Unsere Etmals bewegten sich ständig um die 130Nm, und das befriedigte uns sehr .

Jeden Tag, um 17 Uhr UTC und um 0200 Uhr UTC  hatten wir Funkkontakt mit anderen Seglern, die auch so wie wir auf dem Weg zu den MARQUESAS waren. Position, Windrichtung und Windstärke , besondere Ereignisse und Befinden der Besatzung wurden durchgegeben und auch ob Fische gefangen wurden und welche. Auch wir konnten uns hier einige Male zu Wort melden, denn beinahe jeden dritten Tag hing entweder ein Thunfisch oder eine Dorade an einer unserer Schleppangeln. Herrlich schmeckte das Fleisch dieser frisch gefangenen Fische!

22 Tage waren wir nun schon unterwegs und ich saß beinahe ununterbrochen im Cockpit und hielt Ausschau, denn ich wollte als Erste Land sehen. Unser Ziel war FATU HIVA, die südlichste Insel der MARQUESAS. Von Segelfreunden wussten wir, dass sie eine der schönsten der MARQUESAS ist. Und das war sie auch: Am Nachmittag des 23. Tages sagte Gerhard plötzlich zu mir: „Elisabeth, schau, FATU HIVA voraus!“ Die Abendsonne fiel auf das  grünbewachsene  scharf gezackte Vulkangestein und ließ eine Traumwelt wahr werden.

Georg und Susi warteten hier schon in der Ankerbucht  auf uns und auch die anderen Segler begrüßten uns mit einem fröhlichen „Hallo“ und“ Wellcome at FATU HIVA.“

Zusammen mit Susi und Nathali, beide sprechen ausgezeichnet Französisch,  fuhren wir am nächsten Tag  an Land. In unseren Rucksäcken hatten wir Werkzeug, Angelutensilien, Toilettartikel, T-Shirts, Schuhe, Blusen und -- Süßigkeiten für die Kinder! Wir wurden herzlich von den Inselbewohnern aufgenommen und tauschten köstlichste Früchte ein. Da  gerade das Osterfest begangen wurde, nahmen wir die Gelegenheit wahr und besuchten am Karsamstag die Auferstehungsmesse. Während der Messe sangen die Dorfbewohner ihre traditionellen, fröhlichen Lieder und wiegten sich dabei im Rhythmus mit und anschließend  tanzten Kinder und Jugendliche vor der Kirche für ihren  Priester. Lange blieben wir noch  mit ihm im Schein  eines großen Feuers  sitzen und er erzählte uns seine Lebensgeschichte.

Am Ostermontag setzten wir dann die Segel und  bei mäßigem Ostpassat segelten wir nach HIVA OA; hier meldeten wir uns bei der Gendarmerie. Nachdem wir nun offiziell in den MARQUESAS eingereist waren, besuchten wir das Grabmal Paul Gauguin`s und Jacques Brel`s. Beim Einkaufen hielten wir uns etwas zurück, da hier in Franz. Polynesien alles sehr teuer ist

Nach einem kurzen Zwischenstopp auf der Nachbarinsel TAHU ATA ging`s dann weiter nach NUKU HIVA. Dies ist die größte Insel der MARQUESAS und ihre Schönheit ist überwältigend. Auch hier sind die Menschen offen und herzlich und freuen sich, wenn sie  Tauschen können.

Doch wir wollten weiter,-- weiter zu den TUAMOTUS und so gingen wir am Ende der ersten Maiwoche Anker auf und setzten Kurs  in Richtung TUAMOTUS; 450Nm lagen vor uns und 10Kn. Wind waren vorausgesagt  Das reichte. Doch kaum waren wir auf hoher See und voll besegelt, rief uns Susi von „Tortilla Flat“ und  offerierte uns am Abend einen Schweinsbraten mit Sauerkraut und Semmelknödel. Sie ankerten vor der Insel UA POU ca. 23Nm von uns entfernt. Also machten wir eine kurze Kurskorrektur und steuerten  dem Schweinsbraten entgegen.

                                                       

verflogen!?          Traditionell Polynesisches Tattoo      Suedseeinsulanerinnen

                       

schöner Wohnen    Passatsegeln              Palmen             MV Paul Gauguin

                       

Mangos             Kirche auf Tahuata    Insulanerinnen       Insel Uapoa

               

Hiva Oa                Groß - Klein         Freundliche Polynesierin

                       

   Bingospiel             Fatu Hiva      ->      in Sicht                 Baloo

                       

Auf Tauschtour     Yellow Fin Tuna      Marquesas      Im Gauguin Museum auf Hiva Oa