Fidschi

 

 

Auf nach Fidschi !

 

Gemeinsam mit der Isländischen Segelyacht „Lady Ann“ machten wir uns Ende Juni auf den Weg nach Fidschi. Laut Wettervorhersage sollte  „draußen“ 20-25Kn. Ostwind wehen, also gut für die 650Nm nach Vanua Levu-Fidschi. Tagsüber ging es gut voran, doch als wir aus dem Lee der Insel Upolu, der Hauptinsel von Samoa, hinaussegelten, wurde es ungemütlich. Hohe Wellen, Regen und böiger Starkwind   machten  uns zu schaffen. Wir befanden  uns in der südpazifischen Konvergenzzone – einem breiten Wolkenband mit starker Konvektion. Am späten Abend drehten wir ab und hielten im Lee der Insel Savaii auf das Dorf Asau zu. Am nächsten Morgen gestaltete sich die Einfahrt durch das Riff vorerst schwierig, da die Seekarte ungenau war. Unterstützung bekamen wir von einem Segelfreund, dessen Schiff in der Bucht bereits vor Anker lag und der uns beobachtete. Über Funk teilte er uns die Wegpunkte für den Einfahrtspaß mit und wir fuhren sicher in die Bucht von Asau . Zwei Tage später, der Passat war nun etwas zahmer geworden, brachen wir wieder auf, doch  nicht nach Fidschi, sondern nach Wallis - es lag auf der Strecke und war 230Nm entfernt. Nun hatten wir steten Ostwind mit 10-15 Kn und eine gemäßigte Welle - halbwegs gemütliches Segeln. Auf diesem Teilstück passierten wir die Datumsgrenze; das heißt, auf den 1.Juli folgte der 3.Juli, wir hatten einen Tag  „verloren“.

Vor dem kleinen Ort Gahi fanden wir einen ruhigen Ankerplatz. Wallis ist ein wunderschönes Atoll mit herrlich bunten Riffen und sehr freundlichen Bewohnern. Überall wurden wir herzlich willkommen geheißen und viele Leute waren erstaunt als wir ihnen erzählten, dass wir aus Europa, aus Österreich und unsere Freunde aus Island seien.

Nach 5 Tagen passte das Wetter wieder und wir machten uns auf, um endlich nach Fidschi zu kommen. 360Nm lagen vor uns. Die Segelbedingungen waren wie aus dem  Bilderbuch: Sonne, 15Kn Wind aus Ost, kaum Welle und in der Nacht ein traumhafter Sternenhimmel. Am späten Vormittag des 12.Juli liefen wir in die große Ankerbucht von Savusavu auf Vanua Levu-Fidschi ein; dort machten wir an einer Boje fest. Schon nach kurzer Zeit kamen die Beamten der Einklarierungsbehörde an Bord und wir durften an Land.

Savusavu ist ein malerischer Ort. Von hier aus wurden früher Sandlholz und Seegurken exportiert. Heute wird vorwiegend Kopra hergestellt. Das Geschäftsleben liegt größtenteils in indischer und chinesischer Hand.  Indische Frauen, bekleidet mit ihren  farbenprächtigen Saris begegneten uns auf der Straße und  indische Musik ertönte aus vielen Geschäften. 

Einige Tage später, wir hatten uns schon gut eingelebt, kam unser Freund Meidl Helmut mit seinem Katamaran „Bora Bora“ in die Ankerbucht von   Savusavu. Sobald sein Behördenweg erledigt war, saßen wir mit Helmut zusammen!

Schon 2 Tage später brachen wir gemeinsam nach Viti Levu auf; Helmut wollte  nach Suva, wir segelten vorerst die Südküste von Vanua Levu entlang. Bei der kleinen Ortschaft Nambouwalu, nachdem wir durch das Riff hindurch gefahren waren, ertönte ein Alarmgeräusch aus dem Motorraum. Kurze Inspektion und Schreckensmeldung: Der Ölkühler hatte sich „verabschiedet“. Was nun? Ja, nun hieß es wirklich n u r  s e g e l n, und zwar  segeln zwischen den Riffen. Nach 2 Tagen, 95Nm und etlichen Adrenalinstößen hatten wir es geschafft, Baloo lag sicher in der Marina Vuda Point auf Viti Levu und wir warteten auf den neuen Ölkühler, den wir in den USA bestellt hatten. Nach zwei Wochen war er da und der Motor schnurrte wieder. 

Bald danach ging`s hinaus aus der Marina zu einem sehr schönen und geschützten Ankerplatz, nach Malolo Lailai – 14Nm entfernt. Bora Bora wartete hier schon auf uns. Abends an der Bar von Musket Cove saßen wir mit vielen Fahrtenseglern zusammen und erfuhren Interessantes und Wertvolles für unsere weitere Reise.

Schöne Segeltage erlebten wir nördlich von Malolo LaiLai in der Inselwelt der Mamanuthas: Weiße Sandstrände, schöne Schnorchelreviere und Palmen!

Der Wunsch noch eine Segelsaison in der Südsee zu verbringen wurde immer größer und wir entschlossen uns, Baloo die Zyklonsaison über in der Vuda Point Marina an Land zu stellen. Da Fidschi durchschnittlich von 2 Wirbelstürmen pro Jahr heimgesucht wird, wird jede Segelyacht mit dem Kiel in einen Graben gestellt und der Rumpf mit Autoreifen abgefendert. 

Nachdem alles für die „Übersommerung an Land“ organisiert  war, hatten wir viel Zeit, um in Ruhe die Yasawas zu besegeln. Dieser 80km lange Inselbogen liegt nördlich von Viti Levu. Auch Kapitän William Bligh kam einst hier vorbei. Rund 4 500 Menschen leben auf diesen Inseln.

Auf der Insel Waya wurden wir von den Einheimischen herzlich begrüßt. In einem kleinen Backpacker-Resort trafen wir sehr nette, junge Österreicher. Noch ein Boot segelte dieselbe Route wie wir: Chiquita, mit Ding und James (Engländer) an Bord. Seit Panama kennen wir die beiden schon und immer wieder trafen wir sie auf dem Weg in Richtung  Westen. Die Insel Naviti war unser nächstes gemeinsames Ziel und wieder, in einem kleinen Hotel auf der Insel: 4 junge Steirer-Mädel. Sie waren gerade aus Neuseeland angereist. 17Nm nördlich von Naviti fiel unser Anker dann in der „Blauen Lagune“, in der vor vielen Jahren der gleichnamige Film mit Brooke Shields gedreht worden war. Traumstrände und kristallklares Wasser lassen Schnorchlerherzen hier höher schlagen. Ding, James und Gerhard waren auch sofort im Wasser.

Bis Mitte November werden wir hier segeln. Einen Wehrmutstropfen gibt es aber doch in diesem  Segelrevier, nämlich die vielen, in der Seekarte oft nicht oder ungenau eingezeichneten, Korallenriffe. Inzwischen haben wir aber genaue Wegpunkte, sodass die Gefahr auf  ein Riff aufzulaufen weitgehend gebannt ist.

Anfang November beginnt die Regenzeit und somit endet hier die Segelsaison. Die meisten Segler sind dann  unterwegs nach Neuseeland, Australien oder zu den Marshall`s. Andere, so auch wir, lassen ihre Schiffe die Zyklonsaison über auf Fidschi, Vanuatu oder Neu Kaledonien, „verstecken“ sich in einem „Hurrikan – Loch“ und hoffen, dass kein Zyklon direkt über das Schiff `drüber geht.

Update: (06/02/08)

Der Zyklon Gene ging vergangene Woche direkt über die Vuda Point Marina. Die Windstärke betrug allerdings nicht mehr als 50Kn und es gab keine Schäden an den Yachten.   

 Zyklon Gene

-----Reffe rechtzeitig und fahre nicht um das Kap Hoorn, dann hast du ein langes Leben! -----

Alte Seemannsweisheit

 

                                                

                                        Helmut            Hilfsantrieb           Dorfleben               Kinder          Sonntagskonzert         Barfrau               Luftschiff

                                                   

                                        Malolo                  Mana                 Burschen                    Mo                    Mäderl                 Naviti                Opa - Oma

                                                                  

                      Opti             Johanna-Patric              Fisch               Privatinsel            Schmatz             Rugby W.Cup          Sammy

                                                  

                    Musikant                 Taro                  Fischer                 Baloo                 Elis u.Ding               Bub                    Li Bing

                       

                                                                      Vuda Point Marina         Vasiti               Frangipani          Cat Bora Bora