Ade Südsee!

 

 

 

 

 

!! Als wir nach unserem Heimaturlaub am 29.Feber in die Marina Vuda Point –Fiji kamen, fanden wir Baloo noch genau so in seinem Loch stehend vor, wie wir ihn vor 3 Monaten verlassen hatten. Im Jänner war zwar ein Zyklon mit 60Kn über Viti Levu hinweggezogen, hatte aber keinerlei Schäden an den Schiffen in der Marina verursacht. Gegen Ende April wurde es dann für uns interessant. Unser Schiff war segelbereit und für die kommende Saison hergerichtet. Am 25.April klarierten wir in Lautoka aus und segelten in Richtung Vanuatu--550Nm lagen vor uns. Wir konnten beide Focks setzen und mit einem 15Kn SO-Passat herrlich segeln. Unser Ziel auf den „Inseln ohne Zeit“ war Efate. Am Morgen des 5.Tages motorten wir in die große Ankerbucht Port Vilas, der Hauptstadt Vanuatus, eine Stadt mit französischem Charakter, auch preislich. Nachdem wir an einer Boje festgemacht hatten, erkundigten wir uns nach Dr. Franz Schmöllerl, dem Air Franz, wie er hier genannt wurde. Dr. Schmöllerl arbeitete vor ca.30 Jahren im Krankenhaus Eisenstadt als HNO-Arzt und ist in unserer Heimatstadt noch immer gut bekannt. Franz war vor ca. 20 Jahren mit seiner Jongert S.Y.“Big Island“ aus Holland abgesegelt und hier auf Vanuatu „picken“ geblieben. Wir wussten, dass Port Vila seine neue Heimat geworden war und wollten ihn gerne hier treffen, doch Air Franz war nicht da. Mit seiner 28t Stahlyacht segelte er gerade von Australien nach Vanuatu. Über eine Woche blieben wir hier und beinahe jeden Tag zog es uns auf den großen Obst - und Gemüsemarkt mitten in der Stadt.“ Ni Vanuatu“ Frauen in ihren farbenfrohen „Mother Hubbard“ Kleidern boten täglich frisches Obst und Gemüse an. In der Laman Bay der Insel Epi hatten wir das Glück ein Dugong- Seekuh zu sehen. Nachmittags tummelte sie sich zusammen mit einer Schildkröte rund um unser Boot. Die Menschen hier waren extrem freundlich und Tasso bietet in seinem“ Paradise Sunset Resort“ köstliche, einheimische Speisen an. 25Nm nordwestlich von Epi liegt die zweitgrößte Insel Vanuatus: Malakula. Im Süden der Insel fanden wir einen Traumankerplatz, idyllisch und sehr geschützt – Südsee pur wie zu Zeiten James Cookes. Mit ihren Auslegerbooten besuchten uns immer wieder Einheimische und wir tauschten Früchte gegen T-Shirts, Fleischdosen, Lollys, Angelhaken, Kinderbücher, usw. Einige kamen zu uns, um mit uns zu plaudern und Neuigkeiten zu erfahren. W i r erfuhren von ihnen, dass es auf den Inseln Krokodile gibt und wir vorsichtig sein sollten. Das waren wir natürlich auch. Drei Tage später brachen wir nach Espiritu Santo auf. Nur mit ausgebaumter Fock, gemütlich, segelten wir über Nacht die 81Nm nach Luganville, der Hauptstadt Espiritu Santos. In der Stadt leben ca. 6 000 Menschen(viele Chinesen und Vietnamesen) und während des 2. Weltkriegs war sie ein wichtiger amerikanischer Stützpunkt. Für Taucher ist Luganville ein hoch interessanter Platz, denn hier in 30m Tiefe liegt das Wrack der „President Coolidge“. Ja, und für uns deshalb so interessant, denn hier lag die „Big Island“ vor Anker. Noch am Ankunftstag saßen wir mit Air Franz – Schmöllerl und seinem Mechaniker Alex zusammen. Franz war auf dem Weg von Australien nach Vanuatu in Seenot geraten. Nordwestlich von Neu Kaledonien war ihm der Motor ausgefallen, also musste er segeln, doch ein unerwartet heftiges Tief mit starken Böen legte sein Schiff auf`s Wasser und beschädigte das Rigg derart, dass ein Segeln unmöglich war und die Gefahr bestand, dass der Mast `runterkam. Ein Freund Franz`s organisierte ein großes Fischerboot, das die „Big Island“ dann sicher nach Luganville schleppte. Alex konnte den Motor wieder in Gang bringen, sodass Franz dann einen Tag bevor wir absegelten nach Port Vila aufbrach. Am Dienstag, 05.Mai, machten wir uns dann zusammen mit Lady Jane, einem Katamaran, auf zu den Banks, einer Inselgruppe, nördlich von Espiritu Santo. Vor Port Pattenson, einem Dorf der Insel Vanua Lava ankerten wir. Vor uns ein wunderschöner Strand und ein kleines, sauberes Dorf. Auch hier waren die Menschen überaus freundlich, begrüßten uns und alle wollten wissen woher wir kamen -- und der Tauschhandel blühte wieder. Hier trennten sich unsere Wege. Lady Jane segelte Richtung nordwesten nach Gizo, um dort einzuklarieren und wir genau nach westen. Unser Ziel war die Insel Rennell, das größte gehobene Korallen-Atoll im Pazifik. Ein 15Kn SO-Passat schob uns voran und es ging flott dahin. Auch das Anglerglück war uns hold und ein 1,30cm langer Mahimahi besserte unseren Kühlschrankinhalt auf. Wir machten gute Etmale, denn der SO legte zu, leider zogen auch immer wieder kleinere Tiefs über uns hinweg, sodass die Sache eher ins Ungemütliche überging. Vor allem die Einfahrt in die große und tiefe Ankerbucht von Rennell gestaltete sich sehr schwierig, da durch schwere Regengüsse beinahe keine Sicht herrschte. Doch wir hatten Glück: Einheimische, die gerade vom Fischfang zurückkamen, lotsten uns zwischen großen Korallenköpfen zum Ankerplatz, vor einen wunderschönen Sandstrand. Rennell Island ist die südlichste Insel der Salomonen. Die Salomonen sind größtenteils von Melanesiern bewohnt. Rennell Island stellt aber eine der wenigen Ausnahmen dar, denn hier leben Polynesier. Einklarieren war hier nicht möglich, doch William, der Chief dieses Inselteils sagte, das sei schon in Ordnung und wir seien herzlich willkommen. Letztes Jahr wurde Rennell nur von zwei Yachten besucht, heuer waren wir die erste. Hier spannten wir einige Tage aus und verbrachten viele schöne Stunden im Kreise Williams Großfamilie. Hier auf Rennell wurde nicht mehr Kava getrunken, sondern Betelnuss gekaut. Die Kava-Betelnuss-Grenze verläuft offenbar zwischen Vanuatu und den Salomonen. Am 01.Juni passte die Wettervorhersage für uns und gegen Mittag hieß es: “Anker auf!“ Bevor es Richtung Torres Straße ging, hatten wir noch einen Stopp in den Louisiaden vor. Guter O-Passat mit 20Kn Wind brachte uns der östlichen Inselgruppe Papua Neu Guineas flott näher und 4 Tage später, fuhren wir langsam unter Motor durch den Wuri Wuri Pass in die Pana Tinani Lagun. Vor einem malerischen Dorf der Insel Moturina fiel unser Anker ins Wasser. 14 Hütten, gemacht nur aus Naturprodukten, standen entlang der Bucht. Hier gab es keinen Strom, auch sonst nichts was wir Europäer für selbstverständlich finden. Hühner und Schweine liefen ganzen Tag am Strand umher und suchten dort ihr Futter. Wir tauschten wieder, denn Geld wollten die Menschen nicht. Beinahe all unsere T-Shirts, Kinderbücher, alte Zeitungen, Fischereiutensilien und Fleischdosen wurden wir hier los. Über Funk wussten wir schon seit einigen Tagen, dass die österreichische Segeljacht Nomad, Wolfgang und Doris, etwa 25Nm westlich von uns in einer Lagune ankerte, mit ihnen zusammen brachen wir am10. Juni zur Torres Straße auf. Hatte der SO in den ersten zwei Tagen 15-25Kn, legte er jedoch immer mehr zu. Wir begannen zu überlegen, denn Port Moresby bot sich an. Auch hatte der Australische Wetterdienst Starkwind für die Torres Straße angesagt. Wir funkten mit Nomad und teilten ihnen mit, dass wir Port Moresby anlaufen werden und den Starkwind dort abwarten wollten. Nomad segelte weiter und wie wir später erfuhren, hatten sie vor der Torres Straße Böen bis 47Kn. Im Royal Papua Yacht Club von Port Moresby- Papua Neu Guinea, einem schönen Yachtclub mit allem Komfort, tauschten wir unsere kaputte Lichtmaschine aus, pflegten uns und unser Schiff und fühlten uns sehr wohl. Die Lichtmaschine ist infolge defekter Trenndioden, die die Starterbatterie von den Bordnetzbatterien trennen, durchgebrannt. Diese Trenndioden kauften wir sehr teuer im Yachtzubehörhandel. Aus Sicherheitsgründen waren sie auch stark überdimensioniert, leider hielten sie nicht einmal drei Jahre. Außerhalb der Marina bewegten wir uns nur mit einem Taxi: So beschafften wir uns das Visum für Papua und für Indonesischen. Auch den Einkauf im nahegelegenen, gutsortierten Supermarkt tätigten wir mit einem Taxi. Am 17. Juni, zwischen zwei Hochs, einer günstigen Wettersituation für die Torres Straße, motorten wir aus der Marina hinaus und setzen das dreimal gereffte Groß und die Fock und harrten der Dinge. Nun gab es kein zurück mehr, wir wollten und mussten durch die Torres Straße. Und wir hatten Glück! Der SO-Passat wurde die ganzen 320Nm zur und durch die Torres Straße nie kräftiger als 25Kn, die Wellen waren allerdings wegen der geringen Wassertiefe kurz und steil. Und nach 3 Tagen wirklich konzentriertem Segeln konnten wir müde, aber glücklich vor Horn Island-Australien genau hinter der Segelyacht Nomad unseren Anker werfen. Sofort besuchte uns Wolfgang und empfing uns mit einem herzlichen “Griaß eich!!“ Unser letztes Zusammensein lag schon drei Jahre zurück. Auch Lady Jane lag hier vor Anker. Hier in Australien sind die Zollbestimmungen andere: Wir wurden regelrecht „gefilzt“. Überall, in jedes Kastel wurde hineingeschaut und drinnen herumgekramt, all unsere Gewürze, Früchte Käse, Wurstreste, Eier, Gemüse wurden uns abgenommen. Auch unter die Bodenbretter schauten die Beamten, fanden natürlich nichts. Na, ja dies alles dauerte 1Stunde15 Minuten und dann war es vorbei, und wir durften Nomad besuchen und an Land gehen. Wir waren sehr froh, `drüben zu sein,------- westlich der Torres Straße!! Unsere nächsten Ziele sind die Molukken, die kleinen Sundainseln und Bali.

 

                                               

Torres Strait           Sola                    Petri Heil           P. Moresby           Motu Rima              Mahi Mahi          Luisiaden

 

 

 

                                               

Kinder                      Kaisa                   Josephine           Joseph                Jimmi Jones            Girls                  Estha  

 

 

 

                                               

Elisa                  Dr.F.Schmöllerl           Dorf                 Chief William        Buben                      Boy´s               Besuch kommt

 

 

 

                                               

auf geht´s                Alice                     Fisch                   Touri Falle            Seenomaden            Peter                Markt P.Vila

 

 

 

                               

Malakula          Eier zum Tauschen      Albert             Schwerer Brocken      Baloo